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Thorsten Schildt

Was ist die berufliche Basis Ihrer Tätigkeit?

Nach meiner Ausbildung zum Logopäden und einer Angestelltentätigkeit als Logopäde in einer Neurologischen Reha-Klinik habe ich Lehr- und Forschungslogopädie studiert. Während des Studiums habe ich mich mit einem Fortbildungszentrum in der Logopädie selbständig gemacht. Es folgten der Aufbau zweier Fachschulen für Logopädie, eines Therapie- und Gesundheitszentrums sowie diverser Praxen. Ich habe in den Unternehmen neun Jahre die Geschäftsführung inne gehabt und Führungserfahrung sammeln können. Diese Erfahrung kommt mir insbesondere dann, wenn ich Führungskräfte trainiere, zugute.
Zudem war es für mich immer wichtig, am Ball zu bleiben und mich selber weiter zu entwickeln. Neben der Herausforderung im Job gehören dazu eine Supervisions- und eine Coachingausbildung sowie Akkreditierungen zu Persönlichkeits- und Kompetenzmodellen.
Inzwischen blicke ich auf über 20 Jahre Vortragserfahrung zurück. Seit 1991 gebe ich Seminare. Im Jahr 2001 habe ich die Geschäftsführung meines Unternehmens abgegeben und mit Komm-Seminare bzw. Komm-Ventus einen neuen Weg eingeschlagen. Seitdem bin ich ausschließlich als Personalentwickler, Trainer, Coach und Autor tätig.

Welche beruflichen Ziele und Visionen haben Sie?

Ich setze mir jedes Jahr neue Ziele. Manche bleiben, manche verändern sich. Ich möchte Komm-Ventus weiter entwickeln, Komm-Ventus noch besser am Markt etablieren. Über die Trainingstätigkeit hinaus möchte ich Unternehmen noch mehr darin unterstützen, die richtigen Mitarbeiter auszuwählen und diese gezielt weiter zu entwickeln. Zu viele Unternehmen gehen nach dem Gieskannenprinzip vor und könnten die Entwicklung Ihrer Mitarbeiter wesentlich kostengünstiger und effektiver gestalten. Beenden möchte ich meine Karriere im hohen Alter als Schriftsteller. Ein Traum, der mich seit meiner Kindheit begleitet und den ich im nächsten Abschnitt meines Lebens realisieren werde.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Freizeit habe ich leider viel zu wenig, was wohl daran liegt, dass mir mein Job zu viel Spaß macht. Ich bin verheiratet, habe einen Sohn und eine Tochter und versuche möglichst viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Darüber hinaus ist mir wichtig, für eine Ausgeglichenheit von Körper, Seele und Geist zu sorgen. Sicherlich nichts Neues, im Alltag aber nicht immer einfach umsetzen. So tue ich für meinen Körper etwas, indem ich Handball spiele und Mountainbike fahre. Ich gehe gerne und viel mit unserem Hund spazieren und entspanne mich beim Lesen und Schachspielen. Zudem bin ich Mitglied im Rotary Club Tecklenburger Land, wo wir uns mit diversen Projekten und Aktivitäten in unserer Region engagieren.

Was sind Ihre Trainingsschwerpunkte?

Ein Schwerpunkt ist der Bereich Rhetorik, Präsentation und Moderation. Dazu kommt der Bereich Kommunikation, das Führen schwieriger Gespräche und das Thema Konfliktmanagement. Der dritte Block umfasst die Arbeit mit den Persönlichkeitsmodellen DISG, Persolog und Insights, wobei der Hauptaspekt auf dem Bereich der Führungskräfteentwicklung liegt. Die schönsten Aufträge sind die, bei denen ich über einen längeren Zeitraum hinweg mit Führungskräften zusammen arbeiten kann. Projekte, die modular aufgebaut sind und bei denen zwischen den Modulen Transferaufgaben und Intervisionen stattfinden. Projekte, die den Führungskräften zu einem klaren Selbstverständnis verhelfen und die den Unternehmen wirklichen Nutzen bringen.

Welche Eigenschaften bringen Sie als Trainer und Coach mit?

Die wohl allerwichtigste Eigenschaft für mich ist gelebte Wertschätzung, verbunden mit einem ehrlichen Interesse an jedem einzelnen Seminarteilnehmer oder Coachee. Der Wunsch, jedem Einzelnen auf seinem Weg ein Stück weiter zu helfen. Impulse zu geben, die anregen und verändern. Dazu kommen Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Empathie, kombiniert mit einem hohen analytischen Verstand, der leider manchmal den Punkt der Gewissenhaftigkeit überschreitet und perfektionistische Züge annimmt. Und was vielleicht auch noch wichtig ist. Für mich steht der Seminarteilnehmer im Mittelpunkt, nicht ich selber. Ein Seminar stellt für mich keine Bühne für den Trainer dar sondern ein Trainingscenter, in dem Teilnehmer im geschützten Raum ausprobieren können und ehrliches und konstruktives Feedback erhalten.