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Andreas Räder

Was ist die berufliche Basis Ihrer Tätigkeit?

Ich schaue jetzt auf 18 Jahre Berufserfahrung als Trainer zurück, aber meine eigentliche berufliche Vergangenheit beginnt schon in meinem Elternhaus: Schon sehr früh war ich in die Prozesse des elterlichen Elektroinstallationsbetriebes kaufmännisch und handwerklich verantwortlich eingebunden. Statt einer Lehre entschied ich mich jedoch fürs Studieren. Im Jahre 1990 habe ich nach meinem Abschluss zum Diplom-Pädogoge/Erwachsenenbildung "noch schnell" ein Aufbaustudium "Kritische Kriminologie" nachgelegt. Gleichzeitig habe ich in Köln mit zwei Partnern ein Seminarinstitut gegründet. Die Selbstständigkeit durchzieht seitdem wie ein roter Faden meine berufliche Laufbahn. Unsere Spezialität damals waren Seminare auf Segelschiffen, d.h. auf Plattbodenschiffen, die vorwiegend auf dem IJsselmeer aber auch auf der Ostsee fuhren. In diesem Institut waren neben Training und Coaching auch Mitarbeiterführung, Marketing, Konzeptentwicklung, Akquise und Autorentätigkeit meine Aufgaben. Nach 7 Jahren Unternehmertum habe ich mich dann für den Weg als Trainer und Coach auf freiberuflicher Basis entschieden.
Die zeitweise Mitarbeit im Vorstand eines Trainerverbandes sowie permanente Aus-und Fortbildungen und die Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedensten Branchen zähle ich mittlerweile zu meinem reichhaltigen "beruflichen Schatz".

Welche beruflichen Ziele und Visionen haben Sie?

Ich strebe eine theoretische Vertiefung meiner Kenntnisse im Bereich der Organisationsentwicklung an, um die Brücke zwischen Verhaltenstraining und Organisationsberatung zu schlagen. Prozessanalyse und Prozessoptimierung sind zwar schon längst Bestandteil meiner täglichen Praxis, aber ich denke, es geht noch intensiver, so dass ich für meine Kunden ein Ansprechpartner auf allen Ebenen bin, nämlich Individuum, Team und Organisation.
Ein weiteres Ziel möchte ich zugegebenermaßen nennen: Ich reise zwar sehr gerne und erfreue mich immer wieder an den schönen Entdeckungen überall in Deutschland, doch kann ich mir auch gut vorstellen, dass ich in ca. 15 Jahren mehr als die Hälfte der Aufträge in meiner näheren Umgebung durchführe.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Im Prinzip strebe ich in meiner Freizeit nach Entspannung. Auch wenn ich meine Arbeit liebe, weil sie mir unglaublich viel Spaß macht und mir sehr oft auch neue Energie bringt - präsent sein, Zuhören, aufmerksam sein, Spannung halten, kreativ sein - das alles kann ich nur zu 100 Prozent - darunter tue ich es nicht! Letztlich kostet das viel Kraft und deswegen kann ich Ruhe und Abschalten sehr genießen. Ich wandere gern, laufe so meine Runden, spiele Boule mit Freunden, schaue gerne Filme und werde mal in die Welt des Golfens hineinschnuppern.

Was sind Ihre Trainingsschwerpunkte?

Grundsätzlich alles, was mit Kommunikation zu tun hat. Besondere Schwerpunkte lege ich dabei auf den Bereich Verkauf (die Grundlagen, Verkaufsgespräche, Cross-Selling) und den After-Sales-Bereich (kundenorientiertes Verhalten, Beschwerdegespräche, Verkauf im Service), in denen ich trainiere, berate oder coache.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Teamentwicklung und Teamführung. Hier arbeite ich vorzugsweise so, dass "Aha-Erlebnisse" entstehen und der Transfer in die Praxis gewährleistet ist. Mein bevorzugtes Instrument ist das TMS© (Team Management System), was sich mit Arbeitspräferenzen im Zusammenhang mit Arbeitsanforderungen beschäftigt.
Immer wieder gerne mache ich auch Verhandlungstrainings oder "Schwierige Gespräche".

Welche Eigenschaften bringen Sie als Trainer und Coach mit?

Grundsätzlich komme ich hervorragend mit den Teilnehmern zurecht und sind sie auch noch so kritisch oder, schwieriger noch, offensichtlich unmotiviert ("Ich muss hier teilnehmen.").
Das gelingt mir, in dem es mir leicht fällt, in den Input-Phasen des Trainings auch schwierige Sachverhalte verständlich, lebhaft und anschaulich darzustellen, das Wesentliche zu erkennen, für die Teilnehmer hervorzuheben und dann in deren Praxiswelt zu untersetzen.
Ich schaffe es regelmäßig, auch in schwierigen Situationen, meine innere Haltung gegenüber anderen Menschen, nämlich Wertschätzung, zu bewahren und zu leben.
Auf der einen Seite arbeite ich strukturiert, auf der anderen Seite fällt es mir sehr leicht, zu improvisieren, ohne die (Seminar-)Ziele zu verfehlen.